Portfolio - auf die Zusammensetzung kommt es an
Was ist ein Portfolio? Die Definition
Im Finanzwesen beschreibt der Begriff Portfolio die Gesamtheit aller Investitionen und Vermögenswerte einer Person oder Organisation. Der Ursprung des Begriffs liegt im Lateinischen: portare bedeutet „tragen“ und folium „Blatt“ – zusammengefasst also „Blätter sammeln“. Ein Portfolio umfasst somit verschiedene Anlageformen wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Edelmetalle, um eine bestmögliche Wertentwicklung zu erreichen und Risiken zu steuern.
Wichtig: Im Portfoliomanagement steht nicht nur die Wertsteigerung im Vordergrund, sondern auch die Risikominimierung durch eine durchdachte Diversifikation.
Aufbau eines Anlageportfolios zur Risikominimierung
Ein gut strukturiertes Portfolio kombiniert verschiedene Anlageklassen und Branchen. Ein ausgewogener Mix könnte folgendermassen aussehen:
- Aktien und Anleihen für kurz- bis mittelfristige Erträge
- Immobilien und Rohstoffe für stabile Werte
- Edelmetalle und Währungen zur Absicherung in Krisenzeiten
Durch das Verteilen der Investitionen auf verschiedene Anlageklassen und Regionen kann das Gesamtrisiko gesenkt werden, da sich diese Anlagen in der Regel unabhängig voneinander entwickeln. So können potenzielle Verluste einer Anlage durch die Gewinne einer anderen Anlage teilweise aufgefangen werden.
Die Markowitz-Portfolio-Theorie
In den 1950er-Jahren entwickelte der US-Ökonom Harry Markowitz die nach ihm benannte Portfolio-Theorie, die für ihren Innovationscharakter den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Diese Theorie beschreibt das Konzept der optimalen Portfoliostruktur: Sie betont die gleichzeitige Berücksichtigung von Rendite und Risiko und fokussiert sich auf die Diversifikation als zentrales Instrument zur Risikominderung. Kernelemente der Markowitz-Theorie:
- Risikostreuung durch Diversifikation: Kombinieren von risikoreichen und risikoarmen Anlagen.
- Korrelation der Anlagen: Je geringer die Kursabhängigkeit der Anlageklassen, desto stabiler das Portfolio.
- Betrachtung des Gesamtrisikos: Der Fokus liegt auf der Performance des Portfolios, nicht nur auf der einzelner Anlagen.
Bedeutung und Umsetzung von Diversifizierung
Diversifizierung bedeutet, ein Portfolio so zusammenzustellen, dass Wertverluste einzelner Anlagen durch andere abgefedert werden können. Die Devise lautet hier: „Nicht alle Eier in einen Korb legen.“ Anleger, die ihre Investments selbst managen, sollten verschiedene Anlagearten in ihren Bestand aufnehmen. So lässt sich das Risiko im Portfolio überschaubar halten, und das Vermögen wird langfristig stabilisiert.
Wer keine Zeit für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Portfolioaufbau hat, kann sich von Portfoliomanagern unterstützen lassen. Diese analysieren Märkte, verfolgen Trends und verwalten Anlagen gemäss den Anlagezielen und Risikobereitschaft ihrer Kunden. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, ein diversifiziertes Portfolio anzustreben.